Sicher auf den Grandes Traversées du Jura wandern.

In dieser Rubrik finden Sie alle Ratschläge, die Sie für eine sichere Wanderung auf den Grandes Traversées du Jura benötigen, um das Beste aus Ihrer Reiseroute zu machen.

Das Klima im Jura

Selbst im Sommer bleibt das Juramassiv ein Gebirgsmassiv. Die Temperaturunterschiede können morgens und nachmittags sehr groß sein. Einige Täler nennen wir sogar “combe à gel” (Frosttäler), man sagt, dass es dort mindestens einmal im Monat Frost gibt. Tatsache oder Märchen? Wir befolgen lieber das Vorsorgeprinzip, erst recht beim Wandern. Wir raten Ihnen daher zu Thermokleidung, um nicht zu frieren, und etwas, um sich vor der Sonne zu schützen. Vergessen Sie nicht die wasserdichte Jacke für feuchte Vormittage oder echte Regentage für die Pechvögel.

Was den Winter im Jura angeht, herrschen hier nordische Verhältnisse. Das bedeutet, hier herrschen Temperaturen, die selbst Kälteunempfindliche erschrecken können. Eine geeignete Ausrüstung ist deshalb notwendig. Wir empfehlen daher ein System mit mehreren Schichten (Zwiebelsystem), das Sie je nach Bedingungen und Aktivität anpassen können. Hautnah eine schweißableitende Schicht, dann eine oder mehrere Thermoschichten, eine winddichte Jacke und eventuell eine wasserdichte Jacke. Obwohl das vielleicht nicht logisch klingen mag, raten wir Ihnen dennoch bei Beginn der Wanderung eine oder zwei Schichten abzulegen (egal ob mit Schneeschuhen oder auf Skiern): Ihnen wird schnell heiß werden und Sie werden schwitzen… die Kälte ist noch beißender, wenn alles feucht ist! Sie müssen die richtige Kombination finden, dass Ihnen nicht kalt ist, ohne dass Ihnen zu warm wird.

Zu jeder Jahreszeit kann der Morgennebel oder sogar ein „Whiteout“ die Wanderung beeinträchtigen. Gute Grundkenntnisse in der Orientierung sind in diesem Fall von großem Vorteil. Im Winter ist es sogar an manchen „Whiteout“-Tagen besser, seine Etappe abzusagen: es ist fast unmöglich sich zu orientieren. Vergessen Sie nicht, Sie wollen Ihre Wanderung genießen, das ist das Risiko bei weitem nicht wert.

Verpflegung

Das Prinzip des Etappenwanderns besteht darin, sich von A nach B zu bewegen: in unserem Fall zu Fuß, mit dem Mountainbike, mit dem Fahrrad, zu Pferd, mit Skiern oder mit Schneeschuhen. Auch wenn Sie sich an unserem vielfältigen Natur- und Kulturerbe erfreuen, sind Sie trotz allem im Freien und in Bewegung. Sie verbrauchen also mehr Energie als gewöhnlich. Essen ist unsere einzige Möglichkeit, Energie aufzunehmen sowie zu speichern und mit unserer feinen lokalen Gastronomie sollten Sie darauf nicht verzichten!

Zusätzlich zum Picknick raten wir Ihnen, immer Snacks dabei zu haben. Ideal sind Kohlenhydrate: Müsliriegel, Obst, Trockenfrüchte, Schokolade.

Wasserhaushalt

Das Juramassiv ist ein Kalksteinmassiv. Das Wasser gräbt sehr leicht Gänge, und es ist nicht selten, dass ein Fluss verschwindet und dann weiter weg wieder zu Tage tritt.

Genau wie beim Essen werden Sie während Ihrer Wanderung mehr Wasser als gewöhnlich brauchen. Wir empfehlen Ihnen, mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person pro Tag mitzunehmen. Die Reiseroute führt regelmäßig durch Dörfer, so dass Sie ausreichend Gelegenheiten haben, Ihre Wasserflasche aufzufüllen.

Erste-Hilfe-Set

Ein Ausrutschen, ein Ast im Rad vom Mountainbike, ein Stein, der unter Ihrem Fuß rollt… es gibt viele Möglichkeiten, sich während einer Wanderung eine kleine Verletzung zuzuziehen. Ein kleines Erste-Hilfe-Set ist daher empfehlenswert. Hier eine Grundliste dessen, was mindestens in Ihrem Erste-Hilfe-Set sein sollte:

  • Desinfektionsmittel (Einzeldosen sind praktisch, klein und leicht, perfekt für Ihr Set)
  • Kochsalzlösung, um eine Wunde, die Augen zu reinigen (gibt es auch in Einzeldosen, Vorsicht nicht mit dem Desinfektionsmittel verwechseln)
  • Elastische BandagenPflaster, darunter mehrere Wundpflaster/Blasenpflaster
  • Nadel und Faden auch gegen Blasen
  • Zeckenzange
  • Paracetamol
  • Taschenwärmer im Winter
  • Und Ihre persönlichen Medikamente

Die Notrufnummer und Verhaltensregeln in Notfällen

Wanderunfälle sind relativ selten. Aber es wäre eher unklug, sich erst für die Verhaltensregeln zu interessieren, wenn das Unglück schon passiert ist. Hier also einige Tipps:

Die Notrufnummer lautet 112. Sie gilt auch in der Schweiz. Falls das Telefon nicht funktioniert, denken Sie daran, dass das Netz in den Höhen besser ist als in der Talsohle. Ansonsten trifft man regelmäßig auf Wohnhäuser oder andere Wandergruppen, die weiterhelfen können. Im schlimmsten Fall kann es sehr nützlich sein, eine Trillerpfeife zur Hand zu haben, um sich bemerkbar zu machen.

Sobald Sie mit dem Notfalldienst verbunden sind, werden Sie um folgende Informationen gebeten: Ort des Unfalls, Umstände des Unfalls, Zustand und Anzahl der Opfer.

Um die eigene Position anzugeben, sind die GPS-Koordinaten die beste Methode. Folgen Sie auf alle Fälle den Anweisungen des Notfarztes und legen Sie erst auf, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

Im Allgemeinen und je nach Verletzung wird ein Opfer nur dann bewegt, wenn die Gefahr eines Folgeunfalls besteht, ansonsten wird die Person nicht verlagert. Auch lassen wir ein Unfallopfer nicht allein: Erstens ist das nicht sehr nett und zweitens ermöglicht es uns, seinen Zustand zu überwachen.

Und wenn Sie allein unterwegs sind, denken Sie natürlich daran, jeden Morgen jemandem, der Ihnen nahesteht, Ihre Reiseroute mitzuteilen, und vergessen Sie nicht, ihm zu sagen, wenn Sie angekommen sind!